Der Mann, der die Nutzung der Raumenergie möglich machte – Hans Coler

Zugegeben – es wird wirklich viel Mist verbreitet im Internet. Auch das Thema Raumenergie oder „freie Energe“ ist davon nicht ausgenommen. Youtube, Foren und Webseiten sind voll von, teilweise aberwitzigen Konstruktionen auf der einen und sturen Widerlegungsversuchen der Schul“wissen“schaft auf der anderen Seite. Dabei gibt es eine offizielle Quelle, die eigentlich beiden Seiten gerecht werden sollte. Es handelt sich dabei um einen offiziellen Untersuchungsbericht eines R. Hurst im Auftrag der britischen Regierung, der sich mit einem Gerät auseinandersetz, das aus unerklärlichen Gründen aus dem Nichts Strom zu generieren schien.

Was den Bericht noch viel interessanter macht ist der Umstand, dass in ihn auch frühere Untersuchungen des Geräts bzw. der Geräte einfließen sowie ein ziemlich detaillierter Lebenslauf des Erfinders in Zusammenhang mit der Erfindung.

Ich habe den Bericht, der im Original nur in englischer Sprache vorliegt, übersetzt weil es dem einen oder anderen doch vielleicht zu viel Mühe kosten könnte, das englische Original zu lesen.

Insbesondere bei der Rückübersetzung der älteren Untersuchungsberichte, die ja ursprünglich in deutscher Sprache verfasst worden waren und dann für den englischen Bericht ins Englische übersetzt worden ware, habe ich mich allerdings etwas schwer getan. Es finden sich hier Fachausdrücke der Elektrotechnik, die ich in englischer Sprache noch nie gehört habe. Also…nicht lachen.

British Intelligence Objectives Sub-Committee Final Report # 1043

The Invention of Hans Coler, Relating to an Alleged New Source of Power

Reported by R. Hurst, M.Sci.

BIOS Trip # 2394 ~ BIOS Target # C31/4799

Table of Contents

I. Object of Visit & Summary

II. Historical Notes

1. The „Magnetstromapparat“

2. The „Stromzeuger“

III. Report

1. Interrogation of H. Coler

2. Interrogation of F. Modersohn

3. Construction & Testing of the „Magnetstromapparat“

IV. Conclusions

V. Appendices

App. I ~ Details of Stromzeuger

App. II ~ Report by Prof. Kloss

App. III ~ Report by Prof. Schumann

App. IV ~ Report by Dr. Frohlich & Coler to O.K.M.

App. V ~ Report by Coler on Frohlich’s Experiment

Figures 1-4

Personnel of Team:
R. Hurst, Ministry of Supply
Captain R. Sandberg, Norwegian Army

Die Erfindungen des Hans Coler in Zusammenhang mit einer angeblich neuen Energiequelle

 I. Gegenstand der Besichtigung & Zusammenfassung ~

Coler ist der Erfinder von zwei Geräten von denen behauptet wird, daß man aus ihnen, ohne eine chemische oder mechanische Kraftquelle, elektrische Energie gewinnen kann.
Da ein offizielles Interesse seitens der deutschen Admiralität an seinen Erfindungen vorhanden war, wurde die Ansicht vertreten, daß eine Untersuchung gerechtfertigt sei obwohl normalerweise die Auffassung vertreten würde, daß derartige Ansprüche nur betrügerischer Natur sein können.

Dementsprechend wurde Coler besucht und verhört. Er erwies sich als kooperativ und bereit, alle Einzelheiten seiner Geräte offenzulegen und
stimmte zu, ein kleines Modell des sogenannten „Magnetstromapparates“ aufzubauen und in Betrieb zu nehmen wobei er die Materialien benutzte, die wir ihm zur Verfügung stellten und nur in unserer Anwesenheit arbeitete.

Mit diesem Gerät, das nur aus Permanentmagneten, Kupferspulen und Kondensatoren in einer statischen Vorrichtung bestand, zeigte er, daß er in der Lage war, eine Spannung von 450 Millivolt über einen Zeitraum von mehreren Stunden erhalten konnte. Und in einer Wiederholung des Experiments am nächsten Tag wurden 60 Millivolt über einen kurzen Zeitraum gemessen.

Der Apparat wurde zurückgebracht und wird nun weitergehend untersucht.

Coler erörterte auch ein weiteres, als “Stromerzeuger” bezeichnetes Gerät von dem er behauptete, das es mit der Zufuhr von wenigen Watt aus einer Trockenbatterie eine Ausgangsleistung von 6 Kilowatt unbestimmt erzeugt werden könne.

Kein Modell dieses Apparates existiert momentan aber Coler brachte seine Bereitschaft zum Ausdruck, eine solche zu konstruieren wenn er das Material und etwa drei Wochen Bauzeit erhalte.

Die Gelegenheit wurde genutzt um Dr. F. Modersohn zu verhören, der 10 Jahre lang mit Coler verbunden gewesen ist und ihn mit finanziellen Mitteln unterstützt hatte. Er bestätigte Colers Geschichte in jedem Detail. Weder Coler noch Modersohn waren in der Lage, irgendeine Theorie auf Basis akzeptabler wissenschaftlicher Vorstellungen für das Funktionieren der Geräte zu liefern.

II. Historische Anmerkungen

1. Der “Magnetstromapparat”

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Dieses Gerät basiert auf sechs Permanentmagneten, die in einer besonderen Weise gewickelt werden, so daß der Schaltkreis den Magneten selbst als auch die Wicklung einschließt (Siehe Fig.1).
Diese sechs Magnet-Spulen werden in einem Hexagon angeordnet und in einem, in Fig. 2 & 3 gezeigten Schaltkreis verbunden, der zwei kleine Kondensatoren, einen Schalter und ein Paar Kopplerspulen, von denen die eine in die andere hineingleitet, enthält.

Um das Gerät in Betrieb zu nehmen wird der Schalter geöffnet gelassen, die Magnete werden

leicht voneinander entfernt und die Gleitspule (die Koplerspule, Anm. d. Übersetzers) wird in unterschiedliche Positionen gebracht wobei zwischen jeder Änderung jeweils mehrere Minuten gewartet wird.

Die Magnete werden dann noch weiter voneiander entfernt und die Spulen abermals bewegt.

Der Prozeß wird solange wiederholt bis bei ausreichendem Abstand zwischen den Magneten ein Ausschalg am Voltmeter meßbar ist.
Nun wird der schalter geschlossen und die Prozedur verlangsamt fortgesetzt.

Die Spannung baut sich dann allmählich bis zum Maximum auf und sollte auf unbestimmte Zeit erhalten bleiben.

Die größte gemessene Spannung wurde mit 12 Volt angegeben.

Der Magnetstromapparat war von Coler und v. Unruh (zwischenzeitlich verstorben) in den frühen 1933 Jahren entwickelt worden. Sie wurden später unterstützt durch Franz Haid von Siemens-Schuckert, welcher selber ein Modell gebaut hat, das im dezember 1933 arbeitete.
Dieses Gerät wurde begutachtet durch Dr. Kurt Mie von der Technischen Hochschule Berlin sowie Herrn Fehr (Habers Assistent beim K.W.I.). Sie berichteten, daß das Gerät anscheinend funktionierte und sie keinen betrug entdecken konnten. Von einem Modell wurde gesagt, es habe im Jahr 1933 über 3 Monate lang in einem verschlossenen Raum der norwegischen Botschaft in Berlin gearbeitet. Keine weiteren Arbeiten scheinen an diesem System seit dem datum vorgenommen worden zu sein.

2. Der “Stromerzeuger”

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Dieses Gerät besteht aus einer Anordnung von Magneten, Flachspulen und Kupferplatten mit einem von einer kleinen Trockenbatterie gespeisten Primärstromkreis.
Die Energieausgangsleistung des sekundären [Stromkreises] wurde verwendet um eine Batterie von Lampen zu erleuchten und wurde als Vielfaches der eingespeisten Energie behauptet sowie, daß er auf unbestimmte Zeit erhalten bliebe.

Details dieses Schaltkreises sowie Theorien zu seiner Funktionsweise wurden gegeben (zusammengefaßt in Anhang I).

Im Jahre 1925 zeigte Coler eine kleine (10 Watt) Version Prof. Kloss (Berlin), der daraufhin die Regierung ersuchte, eine gründliche Untersuchung einzuleiten, doch dies wurde zurückgewiesen, wie auch eine Patentierung mit der Begründung, es handele sich um eine „Perpetuum Mobile Maschine“ verweigert wurde.

Diese Version [der Apperatur] wurde auch von den Professoren Schumann (München), Bragstad (Trondheim) und Knudsen (Kopenhagen) besichtigt. Die Berichte von Kloss und Schumann liegen in der Übersetzung in den Anhängen II und III vor.
Im Jahre 1933 stellten Coler und von Unruh eine etwas größere Version mit einem Energieoutput von 70 watt her.

Diese wurde Dr. F. Modersohn vorgestellt, welcher auch die Bestätigungen der Überprüfungen von Schumann und Kloss aus dem Jahre 1926 erhielt. Modersohn willigte ein, die Erfindung zu unterstützen und gründete eine Firma (Coler GmbH) um die Entwicklung fortzusetzen.

Im gleichen Zeitraum unterstützte auch eine norwegische Gruppe Coler finanziell und diese zwei Gruppen kollidierten.

Modersohns Verbindung zu Rheinmetall Borsig und die daherrührenden Verbindungen zu Hermann Goering gaben ihm einen Vorteil.
Im Jahre 1937 baute Coler dann eine größere Version [des Stromerzeugers] mit einer Ausgangsleistung von 6 Kilowatt für die Firma.
Im Jahre 1943 erweckte Modersohn das Interesse des Forschungsministeriums des O.K.M (Oberkommando der Kriegsmarine, Anm. d. Übersetzers).

Die Erfindung wurde der Leitung von Oberaurat Seysen unterstellt, welcher Dr. H. Fröhlich schickte um mit Coler vom 01.04.1943 bis zum 25.09.1943 zusammenzuarbeiten. Fröhlich wurde von der Realität des Phänomens überzeugt und wurde beauftragt, die Grundlagen des Gerätes zu untersuchen.
Er konzentrierte sich scheinbar auf die Studie der Energiewechsel, die beim Öffnen und Schließen des induktiven Schaltkreises auftraten.
Am Ende dieses Untersuchungszeitraumes wurde er nach BMW versetzt um dort an aerodynamischen Problemen zu arbeiten. Er arbeitet heute in Moskau.

Im Jahre 1944 wurde ein Vertrag zwischen dem OKW und der Continental Metall AG aufgesetzt um eine Weiterentwicklung [der Erfindung] zu betreiben. Doch dieses Vorhaben wurde niemals umgesetzt aufgrund des Zustandes in dem sich das Land befand.

Im Jahre 1945 wurde die Apparatur durch eine Bombe in Kohlberg zerstört nachdem Coler evakuiert worden war.

Seit dieser Zeit war Coler mal als Techniker, mal als Arbeiter angestellt.

Modersohn trennte sich von Rheinmetall Borsig deren Direktor er war und arbeitete als Berater in chemischer Technik für die russischen Behörden.

III. Bericht ~

1. Verhör von Coler

Zunächst wurde Coler nach der Geschichte seiner Erfindungen befragt wobei die obigen Details genannt wurden. Dann wurde er nach der Theorie seiner Geräte befragt aber er war nicht in der Lage irgendwelche schlüssigen Aussagen zum Mechanismus zu machen.

Er gab an, seine Forschungen (anscheinend durchgeführt mit einem unvollständigen Apparat) zur Natur des Magnetismus hätten ihm zu der Annahme gebracht, das Ferro-Magnetismus ein oszillierendes Phänomen mit einer Frequenz von 180 Kilohertz darstellt.

Diese Oszillation fand im magnetischen Schaltkreis der Apparatur statt und führte bei dem elektrischen Schalkreis Oszillationen der Frenquenz herbei, die natürlich von den Werten der verwendeten Komponenten abhängig war.
Diese beiden Phänomene interagierten und bauten allmählich eine Spannung auf.

Da der Mechanismus nicht verstanden wurde, konnte der optimale Aufbau nicht ausgearbeitet werden. Er mußte durch Experimente erzielt werden und die Apparatur mußte durch einzelne Trial & Error Methoden abgestimmt werden.

Coler gab an, daß sich die Kraft der Magnete während des Gebrauchs der Apperatur nicht verringerte und meinte, er habe eine neue Form von Energie angezapft, eine bislang unbekannte Raumenergie“.

Coler faßte die von Dr. Fröhlich für das OKW durchgeführten Arbeiten zusammen und erstellte eine Kopie von Fröhlichs Bericht, der gemeinsam mit ihm geschrieben worden war (Übersetzung in Anhang IV wiedergegeben) sowie einen eigenen Bericht von ihm (teilweise wiedergegeben in Anhang V).

Coler wurde gefragt, ob er bereit sei, Modelle dieser Geräte anzufertigen sofern Material zur Verfügung gestellt würde.

Er willigte ein, das er dies tun könne und gab an, daß es eine Woche dauern würde, den Magnetstromapparat“ zu konstruieren und daß es einen Monat dauern würde, den Stromerzeuger“ zu konstruieren.
Dementsprechend lieferten wir die Magnete, die Kondensatoren und den Kupferdraht, die für den Ersteren [der beiden Geräte] erforderlich waren, und Coler begann, einen Apparat zu bauen, wie in Abschnitt 3 angesprochen.

Eine Liste der Materialien, die für den “Stromerzeuger” notwendig waren, wurde von Coler erstellt.

2. Verhör von Dr. F. Modersohn

Modersohn wurde nach der Geschichte der Erfindungen befragt in die er finanziell involviert gewesen ist. Er bestätigte die von Coler genannten Details. Er gab an, daß er zunächst die von Coler gemachten Behauptungen nicht geglaubt habe, daß er aber starke Sicherheitsvorkehrungen getroffen habe um Betrug auszuschließen. Er habe den 70 Watt „Stromerzeuger“ bei einer Vielzahl von Anlässen arbeiten sehen und habe ihne während des Betriebs von einem Raum zum anderen getragen.

Alle Teile waren sichtbar und nichts war verdeckt.

Da er selber kein Experte gewesen sei habe er versucht Experten für eine gründliche Untersuchung zu bekommen aber angesehene Wissenschaftler hätten sich geweigert, überhaupt irgendetwas damit zu tun zu haben oder waren andererseits mehr darum besorgt, einen Betrug vorzufinden als nachzusehen wie es funktionierte.

Die Ausnahme war Dr. Frohlich, der von der Realität von der Wirkung überzeugt war, und der auch glaubte, daß das Geheimnis in dem besonderen induktiver Schaltkreis, der verwendet wurde, gefunden würde. Er habe Experimente zur Überprüfung seiner Ideen durchgeführt. Modersohn aber bestritt Kenntnisse über deren Resultate.

Modersohn war äußerst methodisch und zeigte seine Akten über das Untersuchungsobjekt: Diese enthielten Kopien aller Schriftstücke und Berichte zum Gerät seit 1933.

3. Konstruktion und Prüfung des “Magnetstromapparats”

In unserer Anwesenheit und mit den Materialien, die wir zur Verfügung gestellt hatten (einige wurden aus England beschafft, andere wurden lokal gekauft) baute Coler eine Apparatur wie in Fig. 1, 2 und 3 gezeigt. Es ist anzumerken, daß, schauend auf den Nordpol, einige Magnete im Uhrzeigersinn (als links bezeichnet) und einige gegen den Uhrzeigersinn (als rechts bezeichnet) umwickelt wurden.

Die Magnete wurden in ihrer Stärke so gleichartig wie möglich ausgewählt und der Widerstand der Magnet-Spulen Kombination wurde nach dem Umwickeln geprüft um zu sehen, daß dies auch möglichst gleichartig war (ungefähr 0,33 Ohm). Die physikalische Anordnung war wie in Fig. 2 gezeigt und zwar in einer Brotschneidebrett-Form.

Messungen von Spannung und Strom über AB wurden mit einem Mavometer vorgenommen.

Eine mechanische Anordnung, bestehend aus Schiebern und Kurbeln für das gleichmäßige Trennen der Magnete wurde hergestellt.

Am 01.07.1946 wurden die Experimente nach drei Tagen fruchtlosen Justierens fortgesetzt und während die Magnete einen Abstand von ungefähr 7mm zueinander hatten, wurde der erste Ausschlag bemerkt (ungefähr 9:00 Uhr).

Der Schalter wurde geschlossen und durch langsames Justieren der Schiebespule (Kopplerspule, Anm. d. Übersetzers) bzw. durch Vergrößern der Abstände der Magnete auf knapp über 8mm, erhöhte sich die Spannung gegen 11:00 Uhr auf 250 Millivolt und gegen 12:30 Uhr waren es 450 Millivolt.

Dies wurde für weitere drei Stunden fortgesetzt als ein Lötpunkt sich löste und der Zeiger des Meßgerätes langsam auf 0 zurücksank. Durch erneutes Verlöten der unterbrochenen Verbindung konnte die Spannung nicht wiederhergestellt werden.

Die Magnete wurden zusammengeschoben und über Nacht so belassen. Die gleiche Prozedur zur Ermittlung der Einstellung wurde am 24.07.1946 wiederholt. Nach ungefähr drei Stunden wurde ein Ausschlag von 60 Millivolt beobachtet. Dieser wurde für mehr als 30 Minuten aufrecht erhalten aber er verringerte sich gen 0 als weitere Einstellungen versucht wurden.

Während der gesamten Arbeit war das Modell vollständig offen und nichts konnte darin verborgen werden. Das Basisbrett und das Meßgerät konnten aufgenommen und durch den Raum getragen, gekippt und gedreht werden, ohne daß sich ein Effekt dadurch ergeben hätte.

Der Apparat ist ungeeignet, um als Empfänger von Senderenergie zu funktionieren, oder durch Induktion von den Hauptleitungen (das nächste Kabel ist mindestens 6 Fuß entfernt).

Das Resultat muß für momentan unerklärbar erachtet werden.

IV. Schlüsse ~

1.
Coler wurde als ehrlicher Forscher und nicht als Betrüger beurteilt und Achtung muß dem Urteil Fröhlichs in der Angelegenheit gezollt werden wie aus dem Bericht an Seysen geschlossen.

2.
Das beobachete Ergebnis war echt sowiet es mit den zur Verfügung stehenden Einrichtungen getestet werden konnte. Es wurde noch kein Versuch unternommen, eine Erklärung für das Phänomen zu finden.

3.
Es wird gemeint, daß weitergehende Untersuchungen durch einen Experten in elektromagnetischer Theorie garantiert sind und daß Colers Angebot zur Konstruktion eines Modells des „Stromerzeugers“ angenommen werden sollte.

Anhang I ~ Zusammenfassungsbericht über den “Stromerzeuger”

1. Das Basisprinzip ist, daß ein Elektron nicht nur als negativ geladenes Teilchen betrachtet werden kann sondern auch als magnetischen Südpol. Das Grundelement ist das eines offenen Sekundärkreises, der induktiv gekoppelt ist mit einem Primärkreis. Das Neue ist, daß Kapazitäten über Permanentmagneten mit dem Sekundärkern durch Permanentmagnete wie folgt verbunden sind:

Bild

Es wird behauptet, daß beim Einschalten des Primärschaltkreises eine “Teilung von Ladung” stattfindet, z.B. Magnet 1 wird positiv geladen und Magnet 2 wird negativ geladen und daß diese Ladungen wegen der Anwesenheit der Magnete „magnetisch polarisiert“ sind wenn sie gebildet werden.

Beim Ausschalten des Primärschaltkreises fließt ein „Rückstrom“ im Sekundärkreis aber die Magnete „üben keinen polarisierenden Effekt auf diese Umkehr aus“. Zwei dieser Basiselemente werden nun mit den Platten dicht beisammen in parallelen Ebenen zusammen platziert und bilden ein Doppelsystem oder Stufe, wie gezeigt:

Bild

Die Sekundärwicklungen sind beide exakt gleich und in einer Weise gewickelt, daß die Elektronen beim Einschalten der Primärspule in der Sekundärspule von P1 nach P2 [P = Plattenspule] und F1 nach F2 [F = Flachspule] fließen.

Es wird dann gesagt, daß System F1 – F2 lediglich einen Induktionseffekt aufweist und der nutzbare Strom im System P1 – P2 entsteht. Eine einzelne Stufe kann nicht effektiv sein aber zwei Stufen, die so verbunden sind, daß die Anzahl der effektiven Nord- und Südpole gleich ist, stellen eine arbeitsfähige Anordnung dar.

Mehr Doppelstufen können hinzugefügt werden um höhere Ausgangsleistungen zu erzielen.

4. Er wird dann angegeben, daß, wenn die normalen Elektronen aus der Batterie fließen und Induktion erzeugen wenn der Schaltkreis geöffnet oder geschlossen wird, sogenannte Raumelektronen“ von „abstoßenden Räumen“ zu „anziehenden Räümen“ zwischen den Platten fließen, aber dieser Theorie war ich nicht in der Lage, weiter zu folgen.

Anhang II ~ Übersetzung des Berichts von Professor M. Kloss (Berlin) zu Untersuchungen an dem Apparat, konstruiert von Kapitän Coler (am 04. März 1926)

Am dritten März habe ich auf Bitten die, von Kapitän Coler konstruierte Apparatur inspiziert und einige Untersuchungen bezüglich ihrer Effizienz unternommen. Professor Dr. R. Franke von der Technischen Hochschule Berlin war bei diesen Untersuchungen anwensend.

Die Apparatur, in ihrer Konstruktion mir von einer vorherigen Untersuchung bekannt, besteht aus:

einem Doppel-Reihen-System von Kupferplatten, einem Doppel-reihen-System von flachen Spulen und einem System von Elektromagneten, zu deren Kernen Silberdrähte befestigt sind und durch welche Zweigstöme des Plattensystems geführt sind.

Jedes der drei Systeme wird durch eine dreiteilige Akku-Batterie von 6Volt/ 6.5 Stundenampere versorgt. Der Plattenschaltkreis und der Spulenschaltkreis sind parallel, so daß die beiden dazugehörigen Batterien auch durch eine einzelne Batterie ersetzt werden können.
Dies wurde gegen Ende der Untersuchungen bestätigt indem eine Batterie ausggeschaltet wurde während die Apparatur arbeitete.

Als gefragt wurde warum überhaupt zwei Batterien verwendet würden, erklärte Kapitän Coler, daß zum Start der Apparatur eine Doppelbatterie notwendig sei um einen zweiten Ladungs- Impuls zu erhalten nach dem Erregen mit der einen Batterie und dies zur Freigabe des besonderen Charakters der Apparatur. Ein Test der gegen Ende einer Versuchsserie gemacht wurde, bestätigte diese Behauptung insoweit, daß der Mechanismus nicht mit einer einzelnen Batterie gestartet werden konnte. Im Gegenteil, die „Justierung“ des Mechanismus wurde gestört. Strom-Indikatoren werden in jedem der drei erwähnten Schaltkreise eingebaut, ebenso Voltmeter hinter einigen der für die „Justierung“ notwendigen Schalterwiderständen.

Zwischen den offenen Enden der zwei Platten- und Spulen-Systeme gibt es die Terminal-Klemmen für den effektiven Schaltkreis für deren Laden 3 Glühbirnen von 8 Volt geliefert werden.

Die Apparatur wurde dann in Betrieb genommen und alles in allem wurde die Ladung mithilfe der eingebauten Instrumente, welche aus 2 Lampen, drei lampen und einem Lauflicht bestanden, getestet. Darüber und mittels des Präzisionsinstruments (fortlaufender Strom Typ) Siemens & Halske Nr. 423820 wurden die Hinweise auf die eingebauten Instrumente durch Einschalten des erwähnten Genauigkeitsinstruments wiederum zu den einzelnen Schaltkreisen, welche direkt zur einer Terminal-Klemme der Batterie verläuft, kontrolliert, um sich zu vergewissern, ob vielleicht, durch irgendwelche Bypässe mit den Batterien, die nicht sofort erkannt werden, mehr Strom empfangen werden könnte, als die eingebauten Instrumente zeigten.

Die Tests zeigten eine ausreichende Meßgenauigkeit.

Schlußendlich wurden die gleichen Instrumente auch an den effektiven Schaltkreis angeschlossen wobei größere Unterschiede zu den in den Schaltkreis eingebauten Instrumenten auffielen. Allerdings waren die Unterschiede nicht so groß, daß das Endergebnis hierdurch in irgendeiner Form grundsätzlich abgeändert worden wäre. Um nebenbei herauszufinden ob der Ausgangsstrom mit dem Wellenstrom überlappenden kontinuierlichen Strom identisch ist, wurde der letzte Kontrolltest unter Verwendung eines Ampermeters, daß von Hartmann & Braun hergestellt (Nr. 254159) und von mir zur Verfügung gestellt wurde, wiederholt.

Im Falle der Existenz solcher Wellenströme würde das Ampermeter einen größeren Strom als die „Kontinuierlich-Strom-Meßinstrumente“ anzeigen. Tatsächlich wurde jedoch ein etwas kleinerer Strom beim Anschluß des Ampermeters vorgefunden.

Das mag durch den Umstand erklärbar sein, daß der innere Widerstand des Ampermeters ungefährt 10 mal größer ist als der des „Kontinuierlich-Strom-Meßinstruments“, so daß beim Einschalten des “Hotwire Instruments“ (Ampermeters) die Ladung der Apparatur etwas verringert wurde.

Der Meßunterschied zwischen 3,08 Ampere, gemessen mit dem Kontinuierlich-Strom-Meßinstrument“ im Vergleich zu 2,95 Ampere, gemessen mit dem “Hotwire Instruments“ (Ampermeters) ist einfach erklärt wenn man die Unterschiede der Widerstände der beiden Meßinstrumente berücksichtigt.

Deshalb kann man den Schluß ziehen, daß wir es bei der Schaltkreis-Ladung mit echtem, kontinuierlichem Strom zu tun haben.

Die Resultate der Untersuchungen sind in der anhängenden Tabelle zusammengefaßt. Die Abbilduungen zeigen sehr gut daß der Verbrauch von Energie in dem externalen Schaltkreis größer ist als die Energie, die von den Batterien entnommen wird.

Entsprechend dem von Kapitän Coler hergestellten Schaltkreis, den ich innerhalb der kurzen Zeit nicht in allen Teilen überprüfen konnte, wird der Magnet-Erregungs-Schaltkreis von einer speziellen Batterie gespeist und ist vollständig separiert von den anderen zwei Schaltkreisen.

Folglich würde ein direkter Vergleich von Effizienz und Verbrauch des Apparats bedeuten, daß nur die Summe des Stroms vom Plattenschalkreis und vom Spulenschaltkreis zählen würde. Nach den festgestellten Einschätzungen mit meinen eigenen Instrumenten und der Last von 3 Glühbirnen, resultierte ein Strom von den beiden erwähnten Battreien i.H.v. 0,215 + 0,070 = 0,285 Ampere.

Zur gleichen Zeit verbrauchten die drei Glühbirnen nach Ergebnissen der eingebauten Instrumente, ca. 3,7 Ampere, was ungefähr 0,2 Ampere zu viel ist wie später bei einer Kontrolle des Instruments bestätigt wurde, so daß der tatsächliche Verbrauch etwa 3,5 Ampere bei einer Spannung von ungefähr 2,3 Volt war.

Der Empfang des Stroms aus den zwei Batterien war in diesem Fall folglich 1,7 Watt, während der Verbrauch der Glühbirnen etwa 8 Watt betrug.

Besonders bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist der beträchtlich höhere Strom im Glühbirnen-Schaltkreis, der etwa 12 mal größer ist, als der Strom, der von den Batterien kommt.

Wir haben uns auch unbedingt vergewissert, dass von den Batterien keine anderen Leiter zum Apparat führten als jene, in die mein Instrument eingebaut waren. Die Tatsache, daß eine Zunahme der Kraft von den Terminal-Klemmen des effektiven Schaltkreises im Plattensystem stattfindet konnte bei den unterschiedlichen Teilen der Apparatur, nicht wirklich durch direkte Messung der Kraft selbst getestet werden weil Herr Coler erklärte, daß beim Einschalten eines Gerätes im Inneren des Systems, die Justierung wahrscheinlich gestört werden würde.

Ich habe deshalb die Verminderung von Spannung in den einzelnen Platten bei einer Last von drei Lampen mit einem Millivolt-Meter, hergestellt von Hartmann & Braun (Nr. 462375) getestet um zumindest einen indirekten Weg zur Erklärung der Stromerhöhung zu haben.

Diese Untersuchung zeigte eine bemerkenswerte Zunahme von Spannungsverlusten mit einem deutlichen Maximum bei der dritter letzten Platte der einen Reihe.

Diese Einschätzungen sind auch in der Tabelle am Ende dieses Urteils zusammengestellt.

Ergebnisse ~

Das Ergebnis der Untersuchung zeigte ein erstaunliches Funktionieren der Apparatur, welches, ohne weitere Forschungen nicht erklärt oder mit den bisher bekannten Merkmalen verglichen werden kann.

Im Hinblick auf die Ursache für die beobachteten Merkmale, besonders die Lösung der Frage, woher die Energie im Apparat stammt, kann nach den kurzen und einfachen Tests noch keine Erklärung gegeben werden,.

Es kann nur der Vermutung Ausdruck verliehen werden, daß das Magnetsystem die Quelle der Energie ist. Es erscheint dahen wünschenswert, das dieser Punkt durch ghründliche und systematische Untersuchungen geklärt wird.

Für diesen Zweck ist der Vorschlag von Herrn Coler, um einen größeren Apparat zu bauen, sehr vernünftig, einen Apparat, in welchen Messinstrumente vom Anfang in die jeweiligen Teile der einzelnen Schaltkreise eingebaut werden, um die „Justierung“ des Apparats inklusive dieser Instrumente zu ermöglichen.

Ein Urteil für die mögliche Verwendung des Phänomens , das innerhalb derApparatur festgestellt wurde aus ökonomischer Sichtweise, kann ich nach diesen kurzen Tests natürlich nicht abgeben. Diese Frage kann nur nach einigen längeren und permanenten Tests beantwortet werden bei dem bestätigt werden könnte welche Prodiktivität die in der Appartaur enthaltene Energiequelle zeigt, besonders falls die Magnete, für den Fall daß sie die Energiewuelle darstellen, sich möglicherweise aufbrauchen könnte und ersetzt werden müßten.

Überdies scheint es dennoch wichtig zu sein daß das Teil oder die Teile der Apparatur, die verantwortlich für die beobachteten Phänomene sein könnten, so einfach wie möglich herausgenommen und einer Prüfung in alle Richtungen zugeführt werden sollten. Bevor dies abgeschlossen wird möchte ich anmerken, daß die Ergebnisse der Untersuchungen Kapitän Coler zur Verfügung gestellt werden weshalb ich eine Kopie hier beifüge.

Ich möchte die in Frage kommenden Herrschaften bitten, meinen Namen und den von Professor Franke nicht zu erwähnen, noch die Ergebnisse unserer Untersuchungen ohne unsere ausdrückliche Zustimmung zu veröffentlichen oder sie öffentlich bekannt zu machen.

Gezeichnet
Dr. Ing. M. Kloss
Professor