Die Retorten-Religion Christentum

0
589

Die Retorten-Religion

Wie das Christentum am grünen Tisch entstand

Es gibt eine Entstehungsgeschichte von der fast die ganze Welt, inklusive der hochgelobten Schulwissenschaft, nicht weiß, das damals alles viel komplizierter und viel weniger linear war und von der fast jeder denkt, sie sei wahr…von ihrem Gründer einmal abgesehen.

Die Rede ist vom Christentum. Nicht nur die Christen selber sondern auch viele Historiker glauben, das Christentum sei aus einer kleinen, eingeschworenen Sekte, den Urchristen entstanden, die sich anfangs heimlich trafen, die von den Römern verfolgt wurden und deren Zahl dennoch immer weiter wuchs.

Die allerwenigsten wissen, dass es mehrere solcher Sekten gab und dass nicht eine davon auch nur annähernd zum Christentum gehörte oder auch nur der Vorläufer des Christentums gewesen ist. Es waren jüdische, rein jüdische Splittergruppen, die sich in Rom (und nicht nur dort) gebildet hatten und eine teils abweichende These von der jüdischen Hauptströmung vertraten. Das jedoch war nichts Ungewöhnliches. Es gab solche jüdischen Sekten auch vorher schon. Die meisten predigten den nahemn Weltuntergang und befassten sich damit, die Gläubigen darauf vorzubereiten. So auch diese, heute als „Urchristen“ bezeichneten Sekten. Und eine weitere Gemeinsamkeit hatten sie: Sie glaubten an den Messias, der die Gläubigen im letzten Augenblick errettten sollte und der im alten Testament im Buch Jesaia prophezeit wird.

Um das einmal zeitlich und geschichtlich einzuodnen: Wir schreiben das 1. Jahrhundert neuer Zeitrechnung (Christen sagen auch n.Chr.). Rom hielt Palästina, das (damalige) Land der Juden, seit dem Jahre 63 a.Z. (Chrsten sagen dazu v. Chr.) besetzt; im Jahre 70 n.Z. zerstören sie den Tempel und zerstereuen die Juden in alle Himmelsrichtungen.

In dieser Zeit entstehen diese Sekten bei denen viel aus der althergebrachten, jüdischen Traditon abgeleitet wird, vieles aber aus praktischen Erwäggründen abgeschafft oder ergänzt wird. So schaffen die meisten diese Sekten beispielsweise die Beschneidung ab und fügen die rituelle Reinigung als neues Merkmal hinzu. Mit dem Christentum haben sie jedoch rein gar nichts gemein und hätte man diesen Juden damals gesagt, sie hätten eine neue Religion erfunden….sie hätten es wohl vehemmend verneint und sich zum Judentum bekannt.

Es gab, wie gesagt, viele Gemeinschaften dieser Art und einige wurden im Laufe der Zeit recht groß. Nun waren die Römer zwar sehr tolerant in religiösen Angelegenheiten aber sie mochten terroristische Gemeinschaften, die gegen Rom opponierten, überhaupt nicht. Aus dieser Zeit entstand das Bild des „armen verfolgten Urchristen“. Natürlich war Rom das Feindbild schlechthin. Rom hatte den Tempel zerstört und Palästina erobert. Rom war in den Augen der Juden der Vorbote des Weltuntergangs, den es zu bekämpfen galt.

Rom bekam in den folgenden 3 Jahrhunderten jedoch gänzlich andere Probleme. Und diese lassen sich am besten mit einem Wort umschreiben: Zuwanderung. Rom hatte den Bock zum Gärtner oder besser gesagt, marodierende Germanenheere zu römischen Verteidigern gemacht und ihnen dafür Land gegeben. Doch bei einigen wenigen blieb es nicht. Der Zuzug riss nicht ab und gleichzeitig bestand die römische Armee zunehmend aus immer mehr zusammengewürfelten Germanenstämmen, wie den Goten, den Karolingern, den Merowingern etc., die eigentlich überhaupt kein Interesse am römischen Imperium hatten, sondern vielmehr ein eigenes, überschaubares Reich im Sinn. Zu jener Zeit verfiel Rom zusehens; immer mehr der einst eroberten Gebiete vielen weg. Das Reich selber wurde in ein oströmischen und ein weströmisches Reich geteilt.

In dieser Zeit erinnerten sich römische Politiker bzw. deren Denker im Hintergrund wohl daran wie stark eine religiöse Idee den Zusammenhalt der Menschen stärken kann. Sie schauten auf die kleinen Terrorgrüppchen, die sich todesmutig in einen aussichtlsosen Kampf stützten weil sie glaubten, dies für ihren Gott und ihr Seelenheil tun zu müssen.

Es war zu jener Zeit als Konstantin römischer Kaiser war, da er und seine Berater beschlossen, eine Staatsreligion zu erschaffen. Eine Staatsreligion, die alle Römer, egal ob von römischer oder germanischer Herkunft, einen und zu einem Volk mit einem einheitlichen Ziel zusammenschweißen würde. Dies ereignete sich im Jahre 325 n.Z.

Sie holten die größte jüdische Weltuntergangssekte, eine, die sich stark auf das Buch Jesaia und den kommenden Messias bezog, mit an der Verhandlungstisch, sagten ihr, der Messias sei schon längst da gewesen, gaben ihm eine römische Form des Namens Jesaia (Jesus) und vermischten dann die jüdischen Traditionen mit römischen Kulten. Sie waren es, die den Wiederauferstehungskult hinzufügten, denn zu jener Zeit war der Mithraskult, ein klassicher Wiederauferstehungkult, sehr beliebt, vor allen Dingen bei den Soldaten. Konstantin wußte: Wenn er den Römern die Kulte wegnahm, dann würden sie die neue Religion nie akzeptieren und sogar dagegen aufbegehren. Also nahm er das strenge Judentum und verpackte es in ein römisches Mäntelchen, so dass niemand merkte wie die neue Religion tatsächliuh gestrickt war. Tatsächlich gehen fast alle christlichen Feiertage, seien es nun das Weihnachts- oder das Osterfest) auf diese römisch, heidnischen Traditionen zurück.

Dann nahm Konstantin Schriften aus vielen Quellen und formte sie zu einem Buch, das er dem (gleichzeitig stark verküzten) alten Testament anfügte und machte es zum Buch der Christen. Heute ist es für unzählige Christen ein Rätsel warum diese scheinbaren Zeitzeugen und ganz frühen Nachfahren ihres angeblichen Religionsstifters alle eine andere Geschichte erzählen. Schulkindern erzählt man daher gleich eine simplifizierte Form der ganzen Story die heute für die meisten Menschen die wahre Geschichte ist. Tatsächlich gibt es diese eine Geschichte jedoch gar nicht wie auch eigentlich jeder Priester wissen sollte (und wohl auch weiß). (So gab es beispielsweise aus naheliegenden Gründen niemals ein Kind, dass in Bethlehem in einer Krippe geboren wurde. Es gab nämlich zu jener Zeit keine Holzställe mit Krippen darin im nahen Osten. Die Passage der Geburt wird zudem nur von zwei Quellen berichtet – eine verlegt sie in eine Höhle.)

Man nennt dieses gezielte Auswählen und Anpassen bestimmter Schriften an ein festgelegtes Weltbild „kanonisieren“. Historiker wissen heute sehr wohl, dass eine Kanonisierung stattgefunden hat. Allerdings bin ich der festen Überzeugung, dass es bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch keine Schriften zu der Thematik gab. Es gab jedoch zahlreiche Schriften über allerlei heilige Männer und Erlöser, denen man Wundertaten und teilweise auch Greueltaten nachsagte. Kanstantin nahm diese Schriften und sortierte sie entsprechend der neuen Religionsinhalte.

Dann machte er diese Religion Kraft seines Amtes als römischer Kaiser zur Staatsreligion. Er machte den Gott dieser Religion zum einzigen Gott und verbot alle anderen Götter.

Doch schon während des Gründungsaktes kam es zu Streitigkeiten. Heute behauptet man, diese hätten das Jesusbild bzw. die Darstellung des Jesusbildes betroffen. Tatsächlich gibt es aber nur einen wirklich markanten Unterschied zwischen der westlichen (lateinischen) und der östlichen (orthodoxen) Kirche und dieser betrifft das Maß mit dem die römisch heidnischen Kulte in das Judentum einfließen. In der westlichen Kirche fließen sie erheblich stärker ein als in der östlichen.

Kaum war die neue Staatsreligion gegründet, da machte sie sich auch schon daran, ihre eigene Vergangenheit zu verklären, ja teilweise völlig neu zu erfinden. Das meiste von dem was wir heute über die Gründung des Christentums zu wissen glauben, stammt aus dieser Zeit. Manches galt noch bis ins Mittelalter hinein als wahr und wurde dann erst als Fälschung erkannt. Beispielsweise behaupteten die frühen Päpste, Kaiser Konstantin hätte ihnen das weströmische Reich übertragen, woraus die Kirche über Jahrhunderte ihre nicht nur geistliche, sondern auch weltliche Macht ableitete.

Ihr größter Coup jedoch war, ihre eigene Geschichte gewissenermaßen zurück zu schreiben bishin zu ihrem Gründer Jesus, der einige wenige Getreue um sich scharte, welche dann seine Wort schneeballartig weiter trugen und eine immer größere Gemeinschaft der Urchristen gründeten, die anfangs von den Römern verfolgt, dann aber nach einem Wunder anerkannt wurde.

Diese Geschichte ist leider frei erfunden!

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

CAPTCHA