Ein echter UFO Antrieb, der in Vergessenheit geraten ist

Wenn man von UFOs spricht, dann denkt man meist an Außerirdische Besucher und daran, dass es sich um eine unglaublich fortschrittliche Technologie handeln muss, die sich dem Verständnis eines jeden Menschen entzieht und vielleicht auch auf Rohstoffe angewiesen ist, die wir auf der Erde gar nicht kennen oder herstellen können.

Doch viele UFO-Sichtungen lassen sich mit irdischen Technologien erklären. Und hier sind nicht etwa futuristisch anmutende Flugzeuge, wie Tarnkappenbomber o.ä. gemeint, sondern echte UFOs, wie etwa die schwarzen Dreiecke über Belgien oder auch jenes UFO, dass Betty Cash, Vickie Ladrum und Colby Ladrum im Jahr 1980 sahen, als sie mit mit Bettys Auto auf einer einsamen, bewaldeten Landstraße im Bundesstaat Texas unterwegs waren. Sie beschrieben es als diamantförmig, mit jeweils einer (abgeflachten) Spitze am oberen und unteren Ende. Es schwebte in Höhe der Baumwipfel und strahlte ein helles Licht, sowie eine sehr große Hitze ab. Die Hitze war so groß, dass Vickie Ladrum Betty Cash aufforderte, das Auto zu stoppen weil sie befürchtete, die Hitze würde sie verbrennen.

Ladrum, die einer christlichen Sekte angehörte, glaubte, es handele sich um eine religiöse Erscheinung. Betty Cash gab später an, dass sie versucht habe, das Auto zu wenden, dass hierzu die Straße jedoch nicht breit genug gewesen sei. Ladrum habe ihr dann bedeutet, es handele sich bei der Erscheinung um die „zweite Wiederkehr Jesu“ und man müsse sich daher nicht sorgen.

Die beiden Frauen sind dann nach eigenen Angaben aus dem Auto ausgestiegen und auf das Objekt zugegangen. Der noch minderjährige Colby sei dabei alleine und verängstigt im Auto zurückgeblieben. Er beschreibt Betty Cash später als „völlig gefangen vom Anblick des Objekts“.

Alle drei machen später die gleichen Angaben zur Form und zum Verhalten des Objekts. Demzufolge bestand es aus einem silbrigen Metall und war geformt wie ein großer Diamant, den man auf die Spitze gestellt hatte. Die spitzen selber fehlten dabei jedoch, d.h. der „Diamant war am oberen und unteren Ende flach. Am unteren Ende kam in regelmäßigen Abständen Feuer aus dem Diamanten. Immer wenn dies geschah, gewann der Diamant etwas an Höhe während der zwischen den Feuerstößen wieder etwas tiefer sank.
Die dickere Mitte des Objekts war von einem bläulichen Licht umgeben.

Die abgestrahlte Hitze habe ausgereicht um das Metall des Autos so sehr aufzuheizen, dass man es nicht mehr mit den bloßen Händen hätte anfassen können.

Kurz darauf sei das UFO dann nach oben und davon geflogen, wobei ihm mehrere schwarze Hubschrauber gefolgt seien. Den ganzen Vorgang, von der ersten Sichtung bis zum Verschwinden des UFOs, schätzen die drei Zeugen auf etwa 20 Minuten ein.

Danach sollen sich Betty Cash und Vickie Ladrum zunehmend krank und schwach gefühlt haben. Die ersten Symptome seien erhöhte Temperatur, Übelkeit und Durchfall gewesen, sowie ein brennen der Augen. Später seien Geschwüre und Haarausfall hinzu gekommen. Ein Radiologe habe bei ihnen daraufhin eine akute Strahlenkrankheit diagnostiziert, die auftritt wenn man einer deutlich überhöhten radioaktiven Strahlung ausgesetzt ist.

So weit die Berichte über diese UFO-Sichtung.

Haben Betty Cash, Vickie Ladrum und Collin Ladrum hier wirklich ein UFO gesehen? Ja, wahrscheinlich, wenn man dieses Kürzel für Unbekanntes Flug Objekt und nicht für Außerirdisches Flug Objekt einsetzt, denn außerirdisch war dieses Objekt ganz sicher nicht. Und selbstverständlich war es auch keine Reinkarnation Jesu oder ein „göttliches Zeichen“, wie Vikie Ladrum zunächst angenommen hatte.

Aber was war es dann?

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit handelte es sich bei dem UFO um ein Experimental-Flugobjekt, das mit einem Nachfolger des sogenannten NERVA-Triebwerks ausgestattet war. NERVA steht für Nuclear Engine for Rocket Vehicle Application und ist nichts anderes, als ein Brennelement, das zur Erhitzung eines Gases genutzt wird um aus diesem Schub zu gewinnen.

Die Technologie war uns im Zuge der Operation Paperclip „abhanden gekommen“ und die Amerikaner versuchten nun, offiziell ab 1955, die dahinter stehende Technologie zu begreifen und für sich nutzbar zu machen. Das dahinter stehende Project NERVA war ein Projekt der NASA und somit ein ziviles Projekt, dessen Fortgang und Status von jedermann einsehbar war. Offiziell suchte die NASA damit nach einer Alternative für chemische Raketentriebwerke.

Im  Jahre 1972 wurde das Project NERVA von Richard Nixon offiziell durch entsprechende Budgetkürzungen eingestellt, was jedoch nicht bedeutet, dass man nicht weiter daran gearbeitet hat. Sollte dieser Antrieb nämlich als militärisch wichtig eingestuft worden sein, so wurde er lediglich der zivilen Forschung und somit den Blicken der Öffentlichkeit entzogen. Darauf deutet u.a. auch hin, dass an dem Konzept noch unter Reagan für dessen SDI-Programm geforscht worden war, allerdings unter dem Namen „Timberwind“. Auch dieses Projekt wurde offiziell eingestellt, und zwar im Jahr 1992.

Es ist also nicht nur gut möglich, sondern auch sehr wahrscheinlich, dass auch im Jahr 1980 an einem solchen Nuklearantrieb geforscht worden war und dass es sich bei dem gesichteten UFO lediglich um einen Testflug gehandelt hat. Darauf deuten auch die gesichteten Hubschrauber hin, die dem Objekt gefolgt waren. Wahrscheinlich wurde es von dort sogar ferngesteuert, denn angesichts der hohen Strahlung, die es produzierte, dürfte es wohl mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unbemannt gewesen sein.

Das Nukleartriebwerk ist ein sehr einfaches Triebwerk, bei dem ein Gas, zumeist Wasserstoff oder auch einfach nur die Umgebungsluft, durch ein Brennelement geleitet wird. Wie bei einem Kernkraftwerk heizt sich ein solches Brennelement stark auf sobald die Kettenreaktion in Gang gesetzt ist. In Kernkraftwerken wird diese Hitze dann genutzt, um Wasserdampf aus Wasser zu erzeugen und diesen durch eine Turbine zu leiten. Die Turbine erzeugt dabei Strom.

Beim Nukleartriebwerk wird die Hitze des Brennelements dazu genutzt, ein Gas auf hohe Temperaturen zu bringen. Dabei dehnt es sich aus und erzeugt auf diese Weise Schub. Ein ganz ähnlich funktionierendes Triebwerk ist das Wasserstoffperoxid-Triebwerk, bei dem Wasserstoffperoxid durch Kontakt mit Silber zum schlagartigen Verdampfen gebracht wird. Der stark expandierende Wasserdampf wird dann zur Schuberzeugung genutzt.

Das größte Problem dabei stellt die Kontrolle des Brennelements sowie die radioaktive Strahlung dar. Wie man sehen konnte, hatten die Amerikaner beides in den 1980er Jahren noch nicht in den Griff bekommen. Nicht nur, dass Betty und Vickie verstrahlt worden waren – bei dem bläulichen Licht kann es sich auch nur um Tscherenkow-Strahlung gehandelt haben, was ein klares Indiz dafür ist, dass den Betreibern dieses Objekts die Kontrolle über die nukleare Reaktion entglitten ist.

Erstmalig wurde das Phänomen durch die beiden Physiker Harry Daghlian und Louis Slotin bekannt, die 1945 in Los Alamos versucht hatten, die kritische Distanz zweier Halbkugeln aus Plutonium zu ermitteln, welche zusammen der „kritischen Masse“ entsprachen. Dabei war es zu einem Unfall gekommen,  bei dem das blaue Licht erstmalig auftrat.

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